Senioren stellen andere Ansprüche an ihre Versicherung als junge Menschen. Sie brauchen insgesamt weniger Versicherungen, die Berufsunfähigkeit verliert an Bedeutung, auch zusätzliche Altersvorsorge wird überflüssig. Trotzdem gibt es unverzichtbare Standard-Policen, die möglichst gut auf die Bedürfnisse älterer Versicherungsnehmer zugeschnitten sein sollten. Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die Versicherungen, auf die Sie im Alter nicht verzichten sollten.
Welche Versicherungen im Alter wichtig sind
Noch vor der allgemein empfehlenswerten Hausratversicherung, spielt eine gute Krankenversicherung für ältere Menschen eine besonders wichtige Rolle. Laut Finanztest (4/07) ist für ältere Versicherungsnehmer dabei die persönliche Beratung oft wichtiger als der günstigste Beitrag. Dieser Faktor kann bei der Wahl der Krankenkasse ein entscheidendes Argument sein. Nur bei der privaten Krankenversicherung ist kein Wechsel mehr möglich. Sind die Beiträge zu hoch, können gibt es nur die Möglichkeit, in den Standardtarif zu wechseln, der auf den noch immer stattlichen gesetzlich vorgeschriebenen Höchstbetrag begrenzt ist. Eine private Zusatzversicherung ist dann empfehlenswert, wenn bei einem Krankenhausaufenthalt der Wunsch nach einem Einzelzimmer besteht, oder aber Kosten für teuren Zahnersatz abgedeckt werden sollen. Ab einem Alter von 65 ist es jedoch schwierig, als Neukunde bei einer Versicherungsgesellschaft akzeptiert zu werden. Es gibt jedoch auch leistungsstarke Zahnzusatzversicherungen ohne Altersbeschränkungen. Um für Sie optimale Versicherungen zu finden, können Sie einen schnellen Versicherungscheck hier durchführen.
Chancen zum Sparen
Trotz einiger altersbedingter Nachteile bei der Krankenversicherung, gibt es für ältere Menschen auch Chancen zum Sparen bei der Versicherung. So zum Beispiel bei der Kfz-Versicherung: Wenn Sie weniger Kilometer als früher fahren, können Sie das der Versicherung melden. Bei geringer Kilometeranzahl senkt die Versicherung die Beitragskosten. Eine Ersparnis von bis zu zehn Prozent ist möglich. Auch wenn nur mehr ein Ehepartner das Auto benutzt, ist eine Beitragsreduktion möglich. Weiteres Einsparungspotenzial kann sich beim Kaskoschutz ergeben. Eine Vollkaskoversicherung kann bei längerer Unfallfreiheit unter Umständen günstiger kommen als eine Teilkasko. Für ein Auto, das älter als acht Jahre ist, lohnen sich allerdings beide Versicherungen nicht mehr. Am meisten können Sie jedoch sparen, wenn Sie unnötige Versicherungen reduzieren und sich vor allem keine Versicherungen aufdrängen lassen. Finanztest rät zum Beispiel von Sterbegeldversicherungen und teuren, unflexiblen Ausbildungsversicherungen für die Enkel ab. Andere Formen der Geldanlage sind rentabler.
Versicherungen im Alter
Trotz erhöhter Kosten in einigen Bereichen lässt sich bei Versicherungen im Alter einiges einsparen. Es lohnt sich, einen zweiten Blick auf vorhandene Policen zu werfen. Vielleicht gibt es ja Einsparungspotenzial. Die wichtigste Rolle bei den Standard-Policen nehmen sicherlich Krankenschutz und eine eventuelle Zusatzversicherung ein. Aber auch die Versicherung des Hausrats und Autos sind weiterhin wichtig. Insgesamt sind weniger Versicherungen nötig als in jungen Jahren. Diese sollten aber auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sein. Bei Abschluss einer neuen Versicherung, helfen Ihnen online Versicherungsvergleiche, sich einen Überblick über das Angebot zu verschaffen.
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,506352,00.html